Coworking Spaces in der sozialen Arbeit?

Hendrik Epe schreibt fragt in seinem neusten Blogbeitrag, ob Coworking-Spaces nicht auch eine Chance für die klassischen Träger der sozialen Arbeit wären. Interessante These. Auch wenn Coworking-Spaces meiner Meinung nach kein Allheilmittel oder die Wunderwaffe zur Innovationsfähigkeit sind, es lohnt sich darüber nachzudenken, was wir von ihnen lernen können.

Hier gehts zum Blog von Hendrik: Coworking als Innovationsraum zur Steigerung der Innovationsfähigkeit sozialer Organisationen — IdeeQuadrat

Bundeswettbewerb Klimaschutz im Radverkehr

Bundeswettbewerb Klimaschutz im Radverkehr

Zu den Dingen, die man auf jeden Fall mal erlebt haben sollte, gehört: mit dem Fahrrad vom Stadtteil Nørrebro ins Stadtzentrum von Kopenhagen fahren. Fahrradfahren ist hier nicht wie in Deutschland – nicht nur ein Hobby, ein „Mal-raus-kommen“, sich bewegen, die frische Brise um die Nase wedeln lassen… Fahrrad fahren in Kopenhagen ist Mobilität, gleichberechtigt mit anderen Verkehrsmitteln, geht oft schneller als mit Bus, Bahn, Auto.

Vor allem ist es ungewohnt. Denn man muss ein bisschen Angst haben. Es ist nicht die Angst des Radfahrers in München, vom Auto übersehen zu werden. Oder die Berliner Radfahrer-Angst, auf der gewählten Route doch keinen Radweg vorzufinden. Auch nicht die Angst des Radliebhabers aus Halle vor den Pflastersteinen. Oder die des Coburgers vor den Bergen, die einem die letzte Puste rauben. In Kopenhagen hat man Angst vor den anderen Radfahrern. Den sie sind viele, fahren in 3 Spuren nebeneinander, in die man sich wie auf der Autobahn einzuordnen hat, sie klingeln, drängeln und geben ordentlich Gas. Radfahren in Kopenhagen ist Alltag. Überall gibt es Fahrradständer, Fahrradwege, Fahrradwerkstätten, Autospuren werden zugunsten von Radspuren gestrichen und verkleinert, usw.

Wunderbar humorvoll beschreibt die dänische Fahrradoffenbarung übrigens Marlene Hofmann in ihrem Buch: 1 Jahr in Kopenhagen.

Aber darum soll es hier heute eigentlich gar nicht gehen. Sondern um einen Wettbewerb des Bundesumweltministeriums, an dem sich Kommunen, Unternehmen sowie Einrichtungen und Vereinigungen in öffentlicher oder privater Trägerschaft mit Modellprojekten zum Thema Radverkehr bewerben können. Mehr Fahrradwege, Ladestationen für Pedelecs, Radkuriere, Fahrradparkplätze, usw. kurzum: deutsche Städte sollen ein bisschen dänischer werden. Weiterlesen

Soziale Innovation durch Ressourcenorientierung

So oft wenn ich mit Vertretern „klassischer“ sozialer Organisationen rede, ärger ich mich am Ende, dass ich mich irgendwie für diesen Trend soziale Innovationen rechtfertigen und das Besondere an ihm hervor heben soll. Darum geht es aber gar nicht. Auch in der Diakonie, Awo usw. sitzen engagierte Leute, die immer wieder kreative Ideen haben, umsetzen und Lokal gewaltige soziale Innovationen hervor bringen können. Es braucht nicht immer den charismatischen Social Entrepreneur mit dem Riesen-Ego. Manchmal reicht auch einfach eine gute Idee, die sich in einem sozial orientierten Umfeld mit guter Vernetzung und Infrastruktur entfalten kann. Einen guten Blog-Post zu diesem Thema gabs kürzlich erst bei Thomas Mampel 🙂

mampels welt

John Foto: DPW

Die Vorsitzende des Berliner Landesverbandes des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes (DPW) hat als Vorwort der aktuellen Ausgabe des Mitgliederrundbriefes einen bemerkenswerten Beitrag zum Thema „soziale Innovation“ geschrieben, in dem sie sich auch auf Begrifflichkeiten wie „social entrepreneurship“ und  „soziales Unternehmertum“  bezieht und diese auf eine sehr anschauliche und (aus meiner Sicht) sehr plausible Art entmystifiziert und nachweist, welche kreative Kraft mitunter auch aus den „klassischen“ Organisationen des Sozialsektors entspringt . OT  Barbara John: „Ob unseren Mitgliedern wohl immer bewusst ist, wie sozial innovativ ihre Projekte sind? Wahrscheinlich nicht. Vermutlich würden sich auch die wenigsten von ihnen als Sozialunternehmer, also Social Entrepreneurs bezeichnen. Dieser Begriff hatte in den letzten Jahren Konjunktur und schien das erstrebenswerte Vorbild zu sein. Soziale Innovation, so klang es in der Diskussion immer wieder an, funktioniert nur mit einem großen »Macher«, der charismatischen Gründerpersönlichkeit. Ohne Zweifel braucht es im Einsatz gegen soziale Probleme eine treibende Kraft – eine Person…

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Für Eilige …

Für alle, die sich regelmäßig rechtfertigen müssen, warum sie sich solche Umstände machen…
Für alle, denen ständig erzählt wird, dass ihr Mühen doch nichts bringt…
Für alle, die Veränderung trotzdem leben…
Ein paar wirklich gute Gedanken von Trix:

Das Leben ist wild!

… aber auch für UmdenkerInnen, MitmacherInnen, WeltverbesserInnen und ganz normale Menschen wie Du und ich! 😉

Seit Tagen denke ich darüber nach, was ein umweltverträgliches Leben so ausmacht. Heute nach einigen Monaten des recht plastikarmen und vor allem achtsamen Lebens überlege ich, was ich all denen, die noch am Beginn stehen (der erste Gedanke ist gepflanzt, aber ach was für ein Umstand), mit an die Hand geben kann.

Es muss doch möglich sein, nicht gleich als verhutzelter Öko mit großen Getreidepatschhänden dazustehen. Als unverbesserlicher Verbesserer.

Quelle: Pinterest Quelle: Pinterest

Schon jetzt merke ich, dass die erste Gruppe vielleicht die wichtigste ist. Für Eilige! Wenn man beginnt umzudenken, finden viele Prozesse auf einmal statt und man will und will und will. Das geht nicht gut. Stattdessen sollte man sich auf kleine Projekte besinnen und eine Prioritätenliste aufstellen. Auf sein Herz hören und aufschreiben, was einem wichtig ist.

Augen öffnen!

Folge einfach ein paar…

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Engagement im Museum: Bilderpaten

Vor einiger Zeit habe ich ja bereits berichtet, was Bürgerschaftliches Engagement in Museen bedeuten kann. Heute will ich euch noch einmal ein herausragendes Beispiel vorstellen:

Die Bilderpaten des Lindenau-Museums in Altenburg

Bilderpaten Lindenau-Museum Altenburg

Das Lindenau-Museum in Altenburg ist weltweit für seine Sammlung italienischer Tafelmalerei aus dem 13. bis 16. Jahrhundert bekannt. Darunter Werke von Botticelli, Lorenzetti und  Santi.

Doch was nützt dem Lindenau-Museum seine wertvolle Sammlung? Das Museum liegt tief im Osten Thüringens. Von Besucherströmmen wie sie in Berlin, Frankfurt oder München bei ähnlichen Sammlungen üblich wären, kann in Altenburg nur träumen. Der öffentliche Etat für Kunst und Kultur wird immer knapper, viele Bilder sind in einem schlechten Zustand, müssten restauriert werden.

Im Lindenau-Museum arbeitet jedoch kein fest angestellten Bilder-Restaurator und das Budget für Restaurierungen beträgt gerade mal 4000 Euro im Jahr. Ein vielfaches wäre nötig, um gerade mal einen Bruchteil der Sammlung angemessen zu erhalten.

Aus der Not heraus entstand eine innovative Idee mit weitreichenden Folgen: Weiterlesen

SAP Social Impact Start Award

Der SAP Social Impact Start Award zeichnet Social Entrepreneurship Start-Ups aus, die gesellschaftliche Probleme lösen wollen und somit an sozialen Innovationen arbeiten.

Ich war bei der Entstehung des Social Impact Programms quasi live dabei, als ich 2011 und 2012 Praktikantin bei iq consult in Berlin war. Meine Empfehlung ist daher nicht ganz objektiv (das Social Impact Team ist ganz wunderbar – über SAP kann ich nicht urteilen).

Dennoch möchte ich Euch dazu motivieren, beim Voting für den Award mitzumachen unter https://www.facebook.com/socialimpact.by.iqconsult?sk=app_515720611858523

Schade ist, dass die Seite des Votings so funktioniert, dass die Projekte mit den bisher meisten Stimmen ganz oben stehen. Daher möchte ich Euch hier 3 Projekte empfehlen, die bisher nur wenige Stimmen haben (also ganz unten auf der Seite zu finden sind), den Award aber nicht weniger verdienen. Weiterlesen

Förderung sozialer Innovationen

Das EaSI-Programm der Europäischen Kommission fördert sozialpolitische Experimente im Bereich sozialer Innovationen und Reform der sozialen Dienste.

Die Einreiche-Frist für Projektanträge wurde verlängert bis zum 28.08.2014.

Gefördert werden Kooperationen von öffentlichen, lokalen, privatwirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren.

Anforderungen an die sozialpolitischen Experimente:

  • sollen innovative Antworten auf gesellschaftliche Erfordernisse liefern;
  • geben die Möglichkeit, im Kleinen auszuprobieren, welche Auswirkungen zu erwarten sind;
  • werden so durchgeführt, dass ihre Auswirkungen gemessen werden können;
  • können ausgeweitet werden, wenn die Ergebnisse überzeugend sind.

(http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=1022&langId=de)

Die Ausschreibung, Förderkriterien, und Antragsformulare gibt’s hier: http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=629&langId=de&callId=408&furtherCalls=yes

Neues beim ESF in Thüringen? – Fehlanzeige

www.esf-thueringen.de hat ein neues Layout bekommen. Für die Förderperiode 2014-2020 wollte man wohl moderner werden. Schade nur, dass es bisher noch keinen Inhalt gibt. Trotz das die Förderperiode nun schon ein halbes Jahr alt ist, gibt es noch keine Projektbewilligungen. Daran ist vielleicht nicht Thüringen, sondern eher die Gesamtorganisation des ESF schuld, da die Operationellen Programme der Länder derzeit erst bewillgt werden. Dennoch weckt die neue ESF Seite in Thüringen gr0ße Erwartungen – und enttäuscht.

Das vielversprechende Feld „ ESF gelebt in Thüringen“ verkündet beim anklicken „Der Zugang wird mit Bewilligungsbeginn aktiviert“. Veranstaltungen für dieses Jahr sind scheinbar noch keine vorgesehen und die Liste der Vorhaben ist leer.

Bleibt zu hoffen, dass die Liste der Begünstigten, wenn schon auf der Startseite so zentral platziert, in der neuen Förderperiode nicht wieder als starre PDF, sondern als Datenbank mit Links und Such-Option veröffentlicht wird. Das wäre zumindest ein Schritt in Richtung mehr Transparenz und Nutzerfreundlichkeit, wenn es schon sonst nicht viel Neues (außer dem Windows-ähnlichem-Kachel-Layout) gibt.

ESF-Thüringen

Kinder und Ehrenamt: Wie fördert man gemeinnütziges Engagement von kleinauf und wie lernen wir „nein“ zu sagen?

Verrücktes Huhn - Neues aus dem wahren Leben

Ehrenamt_titel

Was man Kindern vorlebt, kann ihr Verhalten und ihre Einstellung nachhaltig mit beeinflussen – das sollte man immer im Hinterkopf behalten. Einen tollen Gast-Beitrag über Kinder und gemeinnütziges Engagement hat uns Maja von Kleines Tragbares geschrieben. Vielen lieben Dank dafür!

Manchmal muss man für Blogbeiträge ganz schön weit ausholen, wenn man erklären möchte, wie man auf das Thema kam, über das man schreibt:

Muss es immer erst „fünf vor Zwölf“ sein?

Seit Ende Mai diesen Jahres ist die Tausendjährige Nöbdenitzer Eiche in Ostthüringen auch überregional in der Presse vertreten. Grund für diese Aufmerksamkeit, die auch regional und vor Ort lange zu schlummern schien, ist ein Gutachten des Umweltamtes in Altenburg, welches die Fällung des Naturdenkmals aus Sicherheitsgründen empfahl – bzw. der Umgang mit demselben seitens des Bürgermeisters. Über dies wurde vielfach berichtet – sowohl in der Presse, in sozialen Netzwerken, als auch in anderen Blogs.

Ein Rettungsbündnis aus Vertretern…

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