Beginnt Alltagsrassismus schon im Kindergarten?

Rassismus

Als ich meinen Sohn diese Woche vom Kindergarten abholte, konnte er sich kaum losreißen, da die Kinder gerade leidenschaftlich in das Spiel „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?“ vertieft waren. So stand ich also am Zaun vom Garten und beobachtete dieses uralte Spiel, welches aus meiner Erinnerung schon völlig verschwunden gewesen war. Und da ich in den letzten Jahren mehrere Anti-Diskriminierungs-Seminare und Trainings durchlaufen musste, schluckte ich und fragte mich unwillkürlich, ob dieses Spiel heute eigentlich noch gespielt werden sollte?  Weiterlesen

ZDFinfo – Stammtisch zum Thema Ost West

25 Jahre Einheit

Heute, an diesem denkwürdigem Datum, werde ich um 14.30 Uhr auf ZDFinfo beim Stammtisch zum Thema „25 Jahre deutsche Einheit – vereint oder doch getrennt?“ zu sehen sein. Zusammen mit vier anderen spannenden Menschen diskutieren wir dort  Liebe zwischen Ost und West, wirtschaftliche Unterschiede, Fremdenfeindlichkeit und Ostalgie. Ich vertrete die Generation junger Ostdeutscher, die eigentlich von der DDR kaum noch was mitbekommen hat, aber die Auswirkungen und Vorurteile noch heute spüren kann.

Ist der Osten wirklich fremdenfeindlicher als der Westen?

Fremdenfeindlichkeit Ost West

Wer aus einem ostdeutschen Bundesland stammt, wird derzeit ja leider ständig mit der Frage konfrontiert: „Warum sind da drüben eigentlich viele so fremdenfeindlich?“ Aber sind es wirklich so viele? Meine Bekannten und Freunde sind es nicht. Beziehungsweise sind sie auch nicht fremdenfeindlicher als meine Bekannten im Westen. Der alltägliche Rassismus (z.B. Misstrauen und Vorurteile gegenüber Menschen, die anders aussehen oder mit Akzent sprechen) ist meiner Meinung nach in ganz Deutschland gleich stark ausgeprägt, genauso wie die Angst, dass der Einfluss von anderen Kulturen unsere Gesellschaft schlechter machen könnte oder das Migration nach Deutschland unseren Wohlstand gefährden könnte. All das begegnet mir regelmäßig in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg genauso wie Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Was sich meiner Meinung nach tatsächlich unterscheidet, ist die Organisation und die Extremisierung von Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland, die hier wesentlich stärker ausgeprägt ist. Weiterlesen

Weihnachtszeit – Spendenzeit

Spenden

Weihnachtslieder, Nächstenliebe, warme Lichter, Gemütlichkeit. Das alles macht uns ganz rührseelig, erhöht die Bereitschaftt, unseren Reichtum zu teilen. Und das ist auch gut so! Denn übers Jahr vergessen wir dann ganz schnell wieder, wie gut es uns geht und wie wenig viele andere haben.

Aber wofür spenden? Kinderheime, Kathastrophenschutz, Saatgut, Bäume, Medikamente, Schulbesuche, Menschenrechte, das örtliche Tierheim, öffentliche Bibliotheken, Hospize, soziale Innovationen? Die Möglichkeiten sind vielfältig. Für alles ein bißchen spenden, Prioritäten setzen? Kleine Projekte bevorzugen, weil bei großen Organisationen viel Geld in der Verwaltung versickert? Oder große Vereine fördern, weil die auch mehr Reichweite und Wirkung haben und Multiplikatoren sowie Lobby für ihr Thema sind? Weiterlesen

Ich packe meinen Schuhkarton und lege hinein…

Darf man Sachen verschnken, die man selbst nicht haben will?

Als pädagogische Maßnahme zum Thema Nächstenliebe und Barmherzigkeit kam ich vor ein paar Wochen auf die Idee, zusammen mit meinem Sohn dieses Jahr eines dieser Weihnachtsgeschenke für arme Kinder zu packen.

Ganz in meiner Minimalistische Phase stellte ich mir das so vor: Der Zwerg gibt 1-2 Spielsachen ab, mit denen er ohnehin nicht spielt, wir malen noch ein hübsches Bild dazu und machen uns Gedanken darüber, wie es anderen Kindern auf der Welt wohl geht.

Als ich mich intensiver mit dem Thema beschäftigte, musste ich feststellen, dass dieses Vorhaben einige Herausforderungen für mich bereit hält. Weiterlesen

Öffentliche Bücherschränke

Öffentliche BücherschränkeEine sehr gute Übersicht, wo in Deutschland, Österreich und der Schweiz öffentliche Bücherschränke zu finden sind, gibt es übrigens auf

http://www.tauschgnom.de/offene-buecherschraenke

Ich kannte die Seite http://www.tauschgnom.de/ bisher noch nicht und bin gerade zufällig darüber gestolpert. Dort könnt ihr übrigens kostenslos und ohne Mitgliedschaft auch Kleidung, Bücher, Filme und viele andere Sachen im 1:1 oder Pakettausch tauschen.

Umweltschädliche Arzneimittel

Umweltschädliche Medikamente

Medikamente werden für den Menschen entwickelt. Sie machen uns wieder gesund, schmerzfrei, verlängern unser Leben. Dass es auch zahlreiche Nebenwirkungen von Medikamenten gibt, ist uns mittlerweile bekannt. Aber auch auf biologische Kreisläufe, Pflanzen und Tiere haben Medikamente Auswirkungen. 70 Prozent eines eingenommenen Medikaments werden wieder ausgeschieden und gelangen so ins Abwasser. Viele Menschen spülen alte Medikamente auch immer noch in der Toilette runter, so manche Tablette ist sogar schon im Biomüll gelandet. Kläranlagen und Abwassersysteme filtern Medikamente nur teilweise heraus. Wissenschaftler beklagen seit langem, dass sich Medikamentenrückstände in Grundwasser, Oberflächengewässern und sogar im Trinkwasser nachweisen lassen, Menschen und auch Tiere entsprechende Effekte und Nebenwirkungen zeigen.

Aufgefallen ist zum Beispiel Diclofenac, ein Wirkstoff gegen Schmerzen. Er schädigt Leber und Nieren von Fischen. Hormone, vor allem Östrogene aus den Anti-Baby-Pillen, bringen den Hormonhaushalt von männlichen Fischen durcheinander. Sie verweiblichen, produzieren Eizellen anstatt Spermien und pflanzen sich nicht mehr fort. „Fische reagieren auf Hormone viel sensibler als Menschen“, erklärt Thomas Ternes von der Bundesanstalt für Gewässerkunde.

Beruhigungsmittel, die durch das Abwasser in Gewässer gelangen, führen zu furchtlosen und unsozialen Fischen, die schneller als normal essen. Diese Veränderungen im Verhalten können schwerwiegende ökologische Folgen haben. Das zeigten Forscher der Universität Umeå in der renommierten Fachzeitschrift Science.

Doch was können wir dagegen tun? Weiterlesen

Minimalismus und Nachhaltigkeit vs. alte Gewohnheiten und Egoismus

Zur Zeit lese ich eine ganze Menge interessante Blogs, die sich mit Minimalismus, Einfachheit und Zero-Waste-Home beschäftigen. Um nur einige Herausragende zu nennen:

Kunterbunt

Widerstandistzweckmaeßig

Frau Ding Dongs Leben

Einfach Bewusst

Das färbt auf mein Denken und Handeln ganz schön ab. Bei vielen alltäglichen Dingen wird mir bewusst, dass ich im Grunde meines Herzen schon ein wenig Minimalist bin. Auf der anderen Seite sind da alte Gewohnheiten und Wesenszüge in mir, die nachhaltiges und minismalitisches Handeln blockieren, sich über „neue“ Dinge freuen und ständig nach Möglichkeiten suchen, dass eigene Zu Hause gemütliche rund schöner zu machen. Weiterlesen