Europäische Woche der Abfallvermeidung – 7 Tipps zur Müllreduktion

7 Tipps zur Müllreduktion

Die Europäische Woche der Abfallvermeidung hat begonnen. Grund genug mal den eigenen Alltag zuchecken, wo ohne viel Aufwand vielleicht noch etwas zum Thema Abfallvermeidung optimiert werden kann. Klar trennen wir alle Müll und so (wenn nicht gerade die Faulheit siegt), aber das Müll-Spektrum ist viel umfangreicher, als man auf Anhieb denkt. Daher kommen hier 7 Tipps zur Müllreduktion:

1. Lebensmittelverschwendung

Die Frage, ob das MHD mehr schadet als nützt, geistert ja nun schon seit einigen Monaten durch die Presse. Aber abgesehen davon, dass man mal am abgelaufenen Jogurth riecht und beurteilt, ob er wahrscheinlich doch noch genießbar ist, kann man noch viel mehr tun. Es lohnt sich z.B. ein Wochenplan mit Speisen, die man jeden Tag zu bereiten möchte. So wird nicht sinnlos Sahne, Schmand oder Aubergine gekauft, die man dann eigentlich gar nicht braucht und am Ende im Kühlschrank verfällt. Außerdem gibt es inzwischen viele gute Rezepte Tipps, was man mit Lebensmittelresten nocht alles so anstellen kann (z.B. unter http://www.reste-essen.de/).

2. Verpackung

Obst und Gemüse lässt sich bio und konventionell prima ohne Plastikverpackung kaufen. Der lokale Gemüsehändler oder Hofladen freut sich und meist lässt sich dadurch auch noch saisonaler, regionaler und damit nachhaltiger konsumieren. Einige Läden haben das Verpackungs-Problem mittlerweiloe umfangreicher fokusiert und bieten auch andere Produkte ohne Verpackung an. Der Orginal-Unverpackt-Supermarkt in berlin ist wohl das bekannteste Beispiel (http://original-unverpackt.de). Bei dm z.B. gibt Taschentücher, Kosmetikstäbchen, Geschirrspülmittel uvm. ohne Plastikverpackung (ja, trotzdem mit Pappe, was auch Müll macht, sich aber besser recyceln lässt und nicht so umweltschädlich ist). Die Plastikfrei-Community kennt zahlreiche Tipps zur Verpackungsreduktion (z.B. auf http://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/ oder http://daslebenistwild.wordpress.com/)

Verpackungsmüll

3. Privates Upcycling und Reuse

Von Stoffresten, über alte Möbel und sonstigen Grauchsgegenständen gibt es ja Unmengen von Ideen zum Upcycling und Reuse (eine kleine Auswahl z.B. hier http://www.pinterest.com/textfabrikant/re-use-upcycling/). Für mich persönlich ist mein Sohn gerade die schönste Inspiration zur Wiederverwendung. Seit ein paar Wochen hat er sich einen alten, kaputten Taschenrechner zum persönlichen Computer  und aktuellen Lieblingsspielzeug auserkohren. Er tippt darauf ständig Emails an Oma und Opa. Zu Weihnachten bekommt er diese aufgepimpte Kommode als Kinderküche.

4. Wenn schon neu – dann bitte hochwertig

Beim Neukauf von Alltags- und Luxusgegenständen kann man darauf achten, hochwertig einzukaufen. Spielzeug, Kleidung, Töpfe usw. können ein Leben lang halten und über Generationen weiter gegeben werden – wenn man einmal bewusst investiert. Das vermeidet Müll, weil man nicht ständig ersetzen muss. Vor allem beim Thema Technik kann man bewusster investieren. Brauche ich tatsächlich einen neuen PC oder muss nicht eigentlich nur mal die Festplatte getauscht werden (ja, auch wenn der Tausch beim Profi genauso viel kostet, wie ein neuer PC)? Zusatztipp: Nutzt Repair Cafés! Kampagnen wie von Congstar oder Vodafone, die jedes Jahr das neuste Handy versprechen (obwohl das alte noch voll funktionstüchtig ist), sollten öffentlich stärker und bewusster kritisiert werden!

5. Gewohnheiten überdenken

Wem es nicht allzu viel Überwindung kostet, der kann auf waschbare, wiederverwendbare Hygieneprodukte (Slipeinlagen, Abschminkpads, Stilleinlagen, Waschlappen, Damenbinden, Menstruationsbecher, Einkaufsbeutel, usw.) umsteigen. Haarseife gibts nahezug verpackungsfrei. Fast in allen Bereichen (Möbel, Spielzeug, Kleidung, Bücher, Geschenk usw. ) kann man sich vor dem Kauf die Frage stellen – muss es wirklich neu sein oder bekomm ich das Produkt auch gebraucht? Das kostet manchmal mehr Zeit, aber Digitalisierung sein dank, müssen wir dazu nicht ständig die Flohmärkte der Region abklappern, sondern können vieles online finden. Vieles gibt es sogar geschenkt oder im Tausch (eine kleine Übersicht über Hilfreiche Seiten habe ich in einem anderen Beitrag hier schon mal zusammen gestellt).

Wiederverwendbare Hygienartikel

6. Lange Transportwege vermeiden

Beim Transport von Waren rund um den Globus oder durch das Land fallen Unmengen von „Grauem Plastik“ an. Am besten also direkt vom Produzenten kaufen oder bei Versandhändlern, die unnötige Verpackungsmaterialien (Luftpolsterfolie, Styropoorkugeln, Kunststoff-Paketbänder und ähnliche Späße) auf ein Minimum reduzieren (z.B. Waschbär).

7. Clean up your Europe

Im Zweifelsfall hiflt auch: Einfach mal machen! Sind mein Sohn und ich auf dem Spielplatz oder im Wald unterwegs, könnten wir uns natürlich ständig über herum liegenden Müll ärgern, der seit Wochen auf einen Arbeiter der Kommune oder die Müllabfuhr wartet. Meistens haben wir aber eine kleine Tüte dabei geben dem Müll einfach eine kleine Mitfahrgelegenheit zum nächsten Abfalleimer.

 

 

 

 

Advertisements

4 Gedanken zu “Europäische Woche der Abfallvermeidung – 7 Tipps zur Müllreduktion

Kommentieren

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s